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Das Bergbaumuseum – Schätze unter unserer Erde

Kategorien: Handwerk & Rohstoffe

Die Entwicklung der Menschheit ist eng mit dem Bergbau verknüpft, denn durch diesen konnten verschiedene Rohstoffe erschlossen werden, die zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor wurden. Noch heute nimmt der Bergbau in der Industrie eine elementare Rolle ein. Wie eng demnach dieses Handwerk mit der heute rotierenden Wirtschaft verknüpft ist, kann in einem Bergbaumuseum nachgeforscht werden.

Bergwagen mit Aufschrift Glückauf

Der Bergbau

Der Bergbau hat sich in verschiedenen Regionen der Welt unterschiedlich entwickelt, je nachdem welche Rohstoffe abgebaut wurden. Vielerorts prägte er die Entwicklung der Ortsansässigen, die mit den Bodenschätzen Handel betreiben konnten. Deswegen florierten viele Regionen mit Bergbau. Jedoch birgt dieses Handwerk auch einige Gefahren. Besonders in frühen Phasen des Bergbaus wurden die Stollen unter der Erde nicht ausreichend abgestützt und begruben viele Arbeiter. Noch heute gibt es tödliche Unfälle dieser Art.

Abbildung: Der deutsche Bergmannsgruß lautet “Glückauf”. © fakaveli – Fotolia.com

Abgebaute Rohstoffe

Zu den abgebauten Rohstoffen zählen u. a. Erze (z. B. Gold), Salze und Graphit. Von diesen Elementen profitieren Chemie und Metallurgie. Über viele Jahre hinweg war zudem der Kohleabbau von großer Bedeutung, denn durch ihn konnten die Stuben mittels Ofen warm gehalten werden. Für die heutige Wirtschaft spielen Erdöl und Erdgas eine immense Rolle. Allerdings besteht immer das große Problem, dass Rohstoffe nicht unerschöpflich sind und auch nicht wieder nachwachsen oder nachgezüchtet werden können. Durch Verknappung von Rohstoffen werden die daraus hergestellten Produkte teurer – im schlimmsten Fall kann es sogar zu Rohstoff-Kriegen kommen.

Deutsches Bergbaumuseum Bochum

Eines der populärsten Museen in diesem Ausstellungsbereich ist das Deutsche Bergbaumuseum Bochum. Zusätzlich hat es einen Forschungsauftrag inne und ist damit Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft – einem Zusammenschluss verschiedener, deutscher Forschungsinstitute. Das Bochumer Museum beschäftigt sich mit zwei Schwerpunkten, zum einen mit der Geschichte und Technik des Montanwesens (Industrie der Bodenschätze) und zum anderen mit dem Kulturgut-Management.

Anschauungsbergwerk

In Bochum werden nicht nur Bodenschätze und Objekte aus dem Bergbau ausgestellt, sondern es gibt zusätzlich ein Anschauungsbergwerk zu sehen. Dieses ist ein sehr gut gelungenes Abbild der Realität und lädt die Besucher zum Erkunden eines nachgestellten Bergbauwerkes in 20 Metern Tiefe ein. Doch nicht nur in Bochum, sondern ebenso in vielen anderen Regionen Deutschlands gibt es spannende, weiterbildende Bergbaumuseen, die in jedem Fall einen Besuch wert sind.

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