Museen & Museumshöfe

Kultur pur!

Das Handwerksmuseum

Als Maschinen noch nicht zahlreiche Produktionsschritte übernahmen, war das Handwerk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Damals wurden Schmuck, Spielsachen, Kleidung uvm. noch mit den eigenen Händen hergestellt. Wer in der heutigen Zeit groß geworden ist, kann sich das wohl kaum noch vorstellen, zumal viele Handwerke bereits ausgestorben sind. Aber aus diesem Grund gibt es Handwerksmuseen, in denen man sich in die frühere Zeit zurück versetzt fühlt und die Entwicklung des Kunsthandwerks nachvollziehen kann.

Handwerker von Steinzeit bis zum Mittelalter

Angefangen hat das Handwerk wohl mit Speerspitzen aus Feuerstein zum Jagen. Diese einzelnen Spezialisten für die Produktion nützlicher Alltagsgegenstände bildeten sich in der Menschheitsgeschichte in immer mehr Bereichen heraus. Im Mittelalter erlebte das Handwerk seine Blütezeit und Weberei, Tischlerei, Schuhmacherei, Gerberei usw. entstanden. Insbesondere als es zur Städtebildung kam, schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen, die sich um Produktion und Verkauf kümmerten. Auf großen Märkten konnten dann die praktischen, aber auch künstlerisch-dekorativen Produkte von den Bürgern erworben werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage veränderte und verbesserte sich die Arbeitsweise der Handwerker und auch das wirtschaftliche Denken bildete sich immer intensiver heraus.

Entdeckungsreise im Museum

Im Handwerksmuseum kann eben diese Entwicklung des Handwerks nachvollzogen werden und eine Entdeckungsreise im Museum lohnt sich für jung und alt. Spannende Ausgrabungen von Archäologen, Kuriositäten, hauswirtschaftliche Gegenstände und Dinge aus dem Alltag unserer Vorfahren sind dabei für den Museumsbesucher besonders interessant. Ausgestorbenes Handwerk wie Riemer, Sattler, Nagelschmiede und Plisseebrennerei gibt es in vielen Handwerksmuseen ebenso zu bestaunen. Beliebt unter den Besuchern sind außerdem Nachbildungen historischer Druckereien oder Einblicke in die Anfänge des Fotografenhandwerks. Welche Handwerksberufe zum Kulturgut gewachsen sind und in speziellen Einrichtungen bewahrt werden, kann in einem Museum für Handwerk auch in Erfahrung gebracht werden.